Low Level Lasertherapie – mit Laser heilen?
Die Lasertechnik ist aus der modernen Medizin nicht mehr wegzudenken: Mit Laser werden Krampfadern verödet und mit Laser werden Augenoperationen durchgeführt, wo früher noch ein Skalpell die Netzhaut ablöste. Dabei arbeiten Laser höchst genau, lassen sich hinsichtlich Stärke, Energie und Einsatzort ganz genau steuern, sodass z.B. auch dünnste Schichten im Auge abgelöst werden können, sodass Menschen nach einer Laser-OP am Auge keine Brille mehr brauchen. Ergänzend zu den hochenergiereichen Lasern aus der OP-Technik gibt es auch spezielle Lasergeräte, die in der Low Level Lasertherapie ( Low Level Laser Therapy – LLLT) eingesetzt werden.

Die meisten Augen-Operationen finden heute mit Lasertechnik statt – doch auch in der Therapie können Laserstrahlen eingesetzt werden
Viele Namen für die Low Level Lasertherapie meinen dasselbe
Die Therapieform des Lasers wird unter verschiedenen Bezeichnungen in der Komplementärmedizin geführt, z.B.:
- Softlaser-Therapie
- Kaltlichtlaser-Therapie
- Laserbiostimulation
- Laserbiomodulation
- Low Level Laser
- Laser Photo Therapie
Laserlicht wirkt auf Mitochondrien – ATP
Forschungsansätze scheinen zu belegen, dass das Laserlicht eine besondere Wirkung auf die Mitochondrien im menschlichen Körper hat. Die Laserlicht-Bestrahlung soll dort biomechanische Prozesse in Gang setzen und damit den Stoffwechsel der Zellen beeinflussen. Insbesondere das ATP (Adenosintriphosphat) – als Treibstoff der Zellen – wird unter Laserlicht-Einfluss besser verfügbar. Scheinbar passiert unter dem Einfluss der der Low Level Lasertherapie:
- Zellstoffwechsel wird aktiviert
- Teilungsrate der Fibroblasten wird beschleunigt
- Teilungsrate der Epithelzellen wird beschleunigt
- Aktivität der Makrophagen wird gefördert
- Phagozytose wird gesteigert
Dies könnte dazu führen, dass Wunden unter Anwendung dieser Therapieform schneller heilen und Schmerzen reduziert werden.
Verschiedene Formen der Laser-Therapie
In der Alternativmedizin gibt es verschiedene Formen der Lasertherapie:
- Geräte wie Punktlaser setzen das Laserlicht gezielt punktuell vergleichbar wie bei einer Akupunktur ein
- Laserduschen ermöglichen die Behandlung grösserer Flächen mit Laserlicht, sodass auch grössere Hautareale erfasst werden können
Wofür setzten Therapeuten den Laser ein?
Die Haupteinsatzgebiete in der Lasertherapie sind:
- Förderung der Durchblutung
- Verminderung von Entzündungen
- Verminderung von Schwellungen
- Verminderung Infektionsrisiko
- Beschleunigung Wundheilung
- Linderung Schmerzen
Während Dermatologen damit z.B. ergänzend Ulcus Cruris (Beingeschwüre) oder Decubitus (Wundliegen) bekämpfen, nutzen Orthopäden die Technik gegen Arthrosen und Gelenkentzündungen aller Art. In der alternativen Sportmedizin findet der Laser Einsatz bei Blutergüssen, Prellungen, Zerrungen und Verstauchungen. In der Gynäkologie wird der Laser zum schnelleren Verheilen von Kaiserschnittnarben und Dammschnitt eingesetzt, während in der Zahnmedizin der Laser als Therapieform zur Zahnfleischentzündung Einzug findet.
Auch in immer mehr Tierarztpraxen findet die Lasertherapie Einzug, wobei in der Tiermedizin im Prinzip die gleichen Indikationen wie in der Humanmedizin gelten. Der Vorteil ist, dass Tiere dem Laser meist nicht angstvoll gegenüberstehen und eine Behandlung geduldig über sich ergehen lassen.

Nicht nur Humanmediziner setzen auf Lasertherapie, sondern auch immer mehr Tierärzte
Lokale Anwendung meist durch Ärzte
Die Low Level Lasertherapie wird meist durch fortschrittliche Ärzte lokal angewendet, wobei Lasergeräte frei verkäuflich sind. Bei korrekter Anwendung der Geräte sollten Nebenwirkungen ausbleiben. Wichtig ist allerdings ein spezieller Schutz der Augen, damit diese nicht geschädigt werden. Dies kann z.B. mit speziellen Brillen geschehen.
Studienlage zur Lasertherapie
Es gibt immer wieder Studien zum Einsatz von Lasern in der Therapie, auch aus der Schweiz. So bezeichneten an einer Studie aus Basel (Dr.med. Matteo Rosetto) z.B. 73% der Probanden die Wirksamkeit der Lasertherapie als gut oder sehr gut.